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Chotecops Bundenbach

 
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Andries



Anmeldungsdatum: 12.04.2005
Beiträge: 61
Wohnort: Mörfelden-Walldorf (Frankfurt am Main)

BeitragVerfasst am: Sa Aug 20, 2005 4:10 pm    Titel: Chotecops Bundenbach Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe mich an der Präparation eines Chotecops herangewagt.
Leider aber nur mit Nadel und Skalpell, wenn ich überlege, daß man
mit der Airbrase nur 2 Stunden braucht Sad .
Ich sitze nun schon seit circa 24 Stunden an dem Stück und habe nun ein Problem.

Der Chotecops wurde von mir über Ebay erworben. Leider wurde dieser schon mit einer Messingbürste bearbeitet, wodurch Weichteilerhaltung für mich nicht mehr in Frage kommt.
Die Pleuren sind leider schon mit der Messingbürste freigelegt worden, sollte Beinchen vorhanden gewesen sein, sind diese nun nicht mehr da.
Der Rhachis ist mit Pyrit (ründlich nach oben gewölbt) ausgefüllt. ( Verdauungstrackt??)

Dennoch bin ich nun auf Teile gestoßen, die ich nicht zuorten kann.
Diese befinden sich im Pygidium bereich.
Wer kann sagen was das ist? Für Beinchen sind sie eigentlich zu dünn.

1. Die "Teile"


2. die "Teile II"


3. Original Zustand, man sieht gut, daß der Chotecops mit einer Messingbürste freigelegt wurde.
Mit kochendes Wasser habe ich die Platten von einander gelöst und habe den Kleber entfernt (schlecht geklebt, fast 2mm klebelage).
Leider fehlt an der linke Seite, Teile der Pleuren und der "rechte" Freiwange.
Leider kann ich nicht sagen, ob diese mit der Messingbürste entfernt wurde, oder so schon fehlten.


4.Pygidium


Gruß Andries
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Jens
Gast





BeitragVerfasst am: Do Aug 25, 2005 11:59 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Andries,

Beine scheinen bei deinem Chotecops primär nicht erhalten geblieben zu sein. Der dicke Pfropfen unterhalb des Hypostoms sieht in der Tat merkwürdig aus. Mag ihn nicht zu deuten. Habe den Darmkanal bei einer Onnia aus Böhmen gesehen, der ist sehr dünn.
Die Pyritstreifen im Pygidium würden ich als Wurmröhren deuten, die den Schiefer durchziehen und sekundär durch Pyrit ausgefüllt wurden. Nichts unnormales also.

Weichteilerhaltung ist auch im Bundenbacher Schiefer sehr selten und die Sammler die bei Ebay was verkaufen, wissen sehr genau was sie abgeben.

Grüsse,

Jens

PS: Mit Airbraise geht die Präparation wirklich deutlich schneller und man kriegt es auch ohne Goldglanz hin, aber viele mögen dies ja gerade.
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Andries



Anmeldungsdatum: 12.04.2005
Beiträge: 61
Wohnort: Mörfelden-Walldorf (Frankfurt am Main)

BeitragVerfasst am: Do Aug 25, 2005 12:52 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Jens,

danke für den Tipp, vermutlich liegst Du mit den Wurmröhren richtig.
Ich habe angefangen die Freiwangen freizulegen und hier gibt es keine Pyritablagerungen.
Spätestens hier hatte man noch Reste von Weichteilen finden können, war ja noch alles bedeckt.
Dennoch wird der Chotecops am Ende gut aussehen. Bilder folgen dann.

Gruß Andries
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Jens
Gast





BeitragVerfasst am: Do Aug 25, 2005 2:06 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Mach die Bilder dann unter Devon ins Album, denke er wird gut.

Grüsse,

Jens
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Andries



Anmeldungsdatum: 12.04.2005
Beiträge: 61
Wohnort: Mörfelden-Walldorf (Frankfurt am Main)

BeitragVerfasst am: Fr Aug 26, 2005 12:07 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Heiko,

Ich überlege, ob Deinen Ansatz richtig sein kann.
Im ersten Moment, genial wäre schon möglich, oder doch nicht?
Der Magen/Verdauungsorgan ist normal unterhalb der Glabella.
Daher dürfte nur noch Brei im Darmtrackt gelandet sein, ob das Ausreicht um solche Pyritablagerungen zu begünstigen?
Vielleicht gibt es diesbezüglich was in meine Gea-Hefte.

KOH habe ich zwar, aber diesem auf dem Schiefer zu verwenden, ich weiß nicht.
Einerseits ist der Schiefer sehr kompakt, daß KOH müßte eine halbe ewigkeit einwirken und durch den Abperleffekt dürfte kaum was passieren.
Sollte es aber klappen, zieht der KOH im Gestein.
Die Frage ist, ob man Schiefer wässern kann. Nicht das nach ein paar
Monate sich eine feine weise Schicht auf dem Schiefer bildet.

Ein Glasfaser-Radierer habe ich leider nicht, daher fällt dieser Option wohl weg.
Zudem bin ich schon recht weit. Ich denke zwei bis drei Tage arbeit, dann
ist er fertig.

Danke,

Andries
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andreas



Anmeldungsdatum: 24.09.2004
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: Fr Aug 26, 2005 9:59 pm    Titel: Antworten mit Zitat

hallo,
bei den "Gebilden" im Bereich des Pygidiums könnte es sich durchaus um Reste von Weichteilen bzw. Beinchen handeln.Es ist nicht absolut ungewöhnlich so etwas in Bundenbach anzutreffen,hatte schon ein paar ähnliche Stücke,bei denen solche Strukturen vorhanden waren und es sicherlich Beinreste gewesen sind.Saprophytenbesiedelung wäre eher ungewöhnlich.
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Jens
Gast





BeitragVerfasst am: Fr Sep 30, 2005 1:40 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt bei Sam Gong ein schönes Bild von einem Chotecops mit Beinen, schaut einfach hier nach:


http://www.trilobites.info/Hunsruck.htm (siehe am Ende des Artikels)

oder direkt

http://www.trilobites.info/galphaChofer.jpg

Ich bleibe übrigens bei meiner Deutung als Lebensspuren.

Grüsse,

Jens
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Andries



Anmeldungsdatum: 12.04.2005
Beiträge: 61
Wohnort: Mörfelden-Walldorf (Frankfurt am Main)

BeitragVerfasst am: Mo Jan 09, 2006 10:04 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

ich habe mal wieder einen neuen Bundenbachtrilo gekauft.
Bei Ebay.
Es ist ein Altfund von 1978, war nur schlecht freigelegt und
ich habe nun angefangen, ihm freizulegen.
Ein wirklich schönes Teil, weil das linke Auge 1A in 3D erhaltung
vorhanden ist.
Gegen meine Erwartung habe ich nun Ansätze vom Pygidium gefunden
und bin mir nun Definitiv sicher, daß er komplett ist.

Jetzt weiß ich nicht, was ich machen soll.
Ich erwarte es zwar nicht, aber was, wenn er Weichteile hat?
Gibt es möglichkeiten sowas herrauszufinden, ohne Röntgen bzw.
von unten sich vorsichtig herantasten?
Lohnt sich der Aufwand?
Es ist ein Altfund, daher wird er wohl noch nicht untersucht worden sein.
Was meint ihr? Die Chance ist wohl 1000:1.
Gibt es Erkennungsmöglichkeiten, ob was vorhanden sein kann?

Ich habe ein Bild im Album reingestellt, leider kommt das Auge nicht richtig zur Geltung, da es von oben aufgenommen wurde.

Gruß Andries

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andreas



Anmeldungsdatum: 24.09.2004
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: Mo Jan 16, 2006 7:10 pm    Titel: Antworten mit Zitat

hallo Andries!
als indirektes Zeichen für die Wahrscheinlichkeit erhaltener Weichteile gilt der Grad der "Pyritisation".D.h., je höher der Pyritgerhalt,desto eher hängt was dran.Wenn du die Chance hast zu Röntgen,dann versuche es mal.Denn auch hier gilt der Grundsatz "je mehr Pyrit,desto besser das Röntgenbild" .Bei deinem Trilo sieht es so aus,als sei der Messingbürstenglanz gelackt,oder naß gemacht.Zum Grad des Pyritgehalts kann ich daher nichts aussagen ( wäre eh nur eine grobe Schätzung)
ciao
Andreas
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Andries



Anmeldungsdatum: 12.04.2005
Beiträge: 61
Wohnort: Mörfelden-Walldorf (Frankfurt am Main)

BeitragVerfasst am: Mo Jan 16, 2006 11:47 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Heiko, hi Andreas,

das Trilo wurde extra naß gemacht, damit man ein besseren
Kontrast hat. Glücklicherweise ist kein Lack drauf.
Ich bin mir noch nicht sicher, ob es mit dem Röntgen klappt,
zudem ist es wohl sehr schwierig.
Besonders die Streustrahlung soll das Bild unscharf machen.
Und streuen tut jede unebene Fläche.

Momentan bin ich dabei und arbeite mich auf die Unterseite zu.
Bei 1 cm Schiefer und nur ein Skalpell ist es schon eine Mühsame
Angelegenheit.
Besonders, da man ja nichts kaputt machen möchte, dadurch dauert es
gleich 3fach länger.

Zum Pyritgehalt kann ich wenig sagen.
Der linke Cephalonseite ist nahezu perfekt erhalten.
Am Auge kann man mittlerweile jede einzelne Linse erkennen.
Der rechte ist noch im Schiefer.
Bei der Glabella fehlen die Turberkeln, kann sein, daß die
von Finder mit der Drahtbürste entfernt wurden.
Der Thorax ist sehr gut erhalten.
Wie die Pleurenspitzen sind, kann ich noch nichts sagen, sie
scheinen mit ein fester Schieferbelag überzogen zu sein, daher
habe ich mich noch nicht richtig heran gewagt.

Da ich nun auch von unten mich heran arbeite, will ich
versuchen ihm, sowohl von unten, als auch oben freizulegen.
Mal schauen, ob es klappt.

Gruß Andries
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Jens
Gast





BeitragVerfasst am: Di Jan 17, 2006 2:33 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Andries,

wünsche Dir jedenfalls viel Glück, auf daß die Beine noch dran sind. Ist auf jedenfall mühsam, nur mit dem Skalpell sich ranzuschaben, aber die klassische Methode. Durch den Pyrit ist die Schale ziemlich hart, so daß man da kaum was kaputt machen kann. Bei Beinen muß man natürlich vorsichtig sein und vorher röntgen wäre sicher hilfreich, da man sonst ja im Dunkeln stochert.
Das Thema Röntgen sollten wir auch mal diskutieren, fällt mir gerade ein. Habe damit bisher kaum Erfahrungen. Zumindest wird die Methode beim Hunsrücker Dachschiefer schon lange erfolgreich eingestzt, mit z.T. erstaunlichen Ergebnissen.

Grüsse,

Jens
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andreas



Anmeldungsdatum: 24.09.2004
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: Di Jan 17, 2006 6:31 pm    Titel: Antworten mit Zitat

hi Andries!
das Röntgen ist eigentlich kein so großes Problem,vorrausgesetzt natürlich,man hat eine Anlage bzw MTA zur Verfügung;
Die Literaturdaten von Stümer ( das ist der "Röntgenpapst") kannst du vergessen,weil die Belcihtungszeiten seines Gerätes mit denen von Anlagen für den Medizinbereich nicht vergleichbar sind.
Streustrahlung ist kein Problem,dafür ist die Plattte zu klein und zu dünn; Ein Problem kann jedoch der mangelnde Kontrast werden,und der hängt einzig und allein vom Pyitgehalt ab; also,viel Pyrit = viel Kontrast = gutes Röntgenbild und umgekehrt.
Merke dir einfach mal folgendes ; sollte die PLATTE so zw 5-10mm dick sein,dann sage der MTA oder dem Arzt "bitte ein Knie" ; ist die Platte so um die 5 mm dick ,sage "bitte wie ein Finger" ( denn da ist die benötigte Energie geringer) .Also,wenn auf dem Bild nichts ooder nur ein unscharfer Umriss zu sehen ist,dann muß das nichts mit den Geräteparametern zu tun haben,sondern ist leider der geringe Kontrast.
ciao
Andreas
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